Symposium Würde und Mitgefühl ... 29.9.-1.10.2017
SymposiumWürde und Mitgefühl ...29.9.-1.10.2017

Würde und Mitgefühl in Psychotherapie, Beratung, Organisationen und Gesellschaft

 

Symposium 29.9.-1.10.17

 

Die Idee ...

Menschen können letztlich nur gesund leben, ihre Potenziale entfalten und in optimaler Ko-Existenz und Kooperation leben, wenn sie kontinuierlich und kongruent in ihrer Würde geachtet werden, sich auch selbst mit Würde sehen und so mit sich umgehen. Diese Perspektive kann nicht nur abgeleitet werden aus Konzepten der Philosophie, der Ethik, der Menschenrechte sondern auch unzählige Ergebnisse der neurobiologischen Forschung belegen dies inzwischen  zweifelsfrei.

Wenn wir aber schauen und prüfen, ob die entsprechenden Deklamationen (u.a. in Verlautbarungen ärztlicher oder psychotherapeutischer Repräsentanzen, in politischen Programmen, Unternehmensleitbildern usw.) auch überzeugend in der gelebten Praxis umgesetzt werden, bemerkt man in schmerzlicher Weise noch extrem viel Entwicklungsbedarf. Zwar heißt es in unserem Grundgesetz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, dennoch wird sie täglich nicht nur in vielen Gesellschaftssystemen, sondern auch in unserem täglichen Umgang miteinander verletzt, ja oft quasi mit Füßen getreten. Wie auch hierzulande nicht selten bspw. noch immer in Organisationen mit abhängigen Mitarbeitern oder von einigen Gruppen mit (wirtschaftlich) armen Menschen umgegangen wird oder mit denen, die ihre Heimat verloren haben und verzweifelt eine sichere Lebensbasis suchen, ist nur ein Beispiel. Auch in Interaktionen von Klient*innen mit Ärzten/Psychotherapeuten*innen wird dies sehr oft von den Klienten so erlebt, selbst wenn die „Professionellen“ in diesen Bereichen dies gar nicht beabsichtigen, sondern besten Willens sind.

Zieldienliches, kompetentes Zusammenwirken in konstruktiver Ko-Existenz setzt voraus, dass zentrale Grundbedürfnisse in Interaktionen beachtet und gelebt werden, besonders Würde, Mitgefühl, Wertschätzung, Autonomie und Verbundenheit und Fairness.

In unserem Symposium wollen wir ein Forum bieten für viele Modelle, Konzepte und gelebte Praxisbeispiele, die überzeugende Chancen dafür zeigen, dass und wie diese für menschliche Grundbedürfnisse so zentrale Thematik kongruent leb- und erfahrbar gemacht werden kann. Wir sind sehr glücklich darüber, dass es uns gelungen ist, dafür führende PionierInnen und hervorragende VertreterInnen ihren jeweiligen Praxis-Feldern gewonnen zu haben, die uns vielfältige Anregungen geben werden, was wir alle auch zu Begegnungen in Würde in unterschiedlichsten Kontexten beitragen können. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir auch Sie bei diesem erfüllenden Austausch mit so vielen Lernchancen begrüßen dürften.   
- Dr. Gunther Schmidt -

Würde als Leitorientierung kann und sollte ein Grundgedanke jeder zwischenmenschlichen Begegnung sein, und damit auch von psychotherapeutischen Begegnungen.
Auch im Patientenrechtegesetz von 2013 spielt der Respekt vor der Würde des Menschen insbesondere im Aspekt des Respekts vor der Autonomie eine zentrale Rolle. PsychotherapeutInnen sind eingeladen sich damit zu beschäftigen, was eine Würdeorientierung konkret bedeuten kann.

Hier geht es um Themen wie Selbstbestimmung und Grenzen, Begegnung auf Augenhöhe ohne Wenn und Aber, Respekt vor Verletzlichkeit. Alle diese Themen sollen auf der Tagung reflektiert und auch selbst erfahren werden, indem die TeilnehmerInnen eingeladen sind, sich Würdeverletzungen im Alltag bewusst zu machen und sich zu fragen, ob diese alltäglichen Würdeverletzungen nicht auch teilweise in Psychotherapien vorkommen können. Denn immer mehr gewinnt Schnelligkeit vor ruhigem Erkunden und ein Interesse an Werten scheint zu schwinden.
- Prof. Luise Reddemann -

wird gelebt ...

Wir feiern 2017 gemeinsam mit der sysTelios Klinik deren 10-jähriges Bestehen:

 

Was könnte besser zu Gunther Schmidts und Mechthild Reinhards geschaffener Organisationskultur passen, als dieses Thema? Daher scheint es auch passend, wenn unser Symposium an sysTelios in herrlicher Umgebung stattfindet:

Siedelsbrunn im Odenwald, der nördlich von Heidelberg liegt, ist von Weinheim aus auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen - mehr dazu unter Örtlichkeit

und spricht an ...

verschiedene professionelle Personenkreise, da das Thema Würde und Mitgefühl in alle Bereiche des Lebens hineinreicht. Wissenschaftliche Forschung wird im Programm integriert sein ebenso wie die praktische Anwendung/Umsetzung für eine hilfreiche Kommunikation mit Klienten etc.

Beispielsweise profitieren Ärzt*innen davon sowohl für den Umgang mit Patient*innen als auch hinsichtlich einer optimaleren Teamkommunikation untereinander (auch der Bedarf an Förderung von Ärztegesundheit wird zunehmend als ein wichtiges Thema erkannt).

 

 

Fortbildungspunkte

... wurden von der Landesärztekammer Hessen bewilligt, es gibt 25 Punkte.
Aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Kammern werden diese auch von der Psychotherapeutenkammer anerkannt.

 

Weitere Informationen unter "Anmelden" ...

 

 

 

Eine Veranstaltung des

in Kooperation mit

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© Veranstalter: Milton-Erickson-Institut Heidelberg (Dr. med. Dipl.-rer.pol. Gunther Schmidt)